Donnerstag, 13. Dezember 2018

13. Geburt Jesus


Sie gebar ihren erstgeborenen Sohn Lk 2,7

Jesus wurde nicht wie zumeist dargestellt in einem Stall geboren, sondern sehr wahrscheinlich in einer der vielen Felsgrotten bei Bethlehem, die zur Unterbringung der Tiere in der Nacht genutzt wurden. Dort war es dunkel, dreckig und kalt. Von Geburt an gehört Jesus nicht dem Bereich zu, was weltlich wichtig, mächtig und glänzend ist. Und im Nächsten begegnet er dir eben auch gerade in Menschen, mit denen du Probleme hast.

So sehr liebgewonnene Advents- und Weihnachtsrituale ihre Berechtigung haben, so sehr müssen wir uns im Gegenzug davor hüten, uns von der gestiegenen Sentimatalisierung des Weihnachtsfest durch die Welt mitreißen zu lassen. Das Weihnachtsgeheimnis ist heilig und die darin beinhaltete Nachfolge Christi eine ernste Sache.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

12. Von Nazareth nach Bethlehem


Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen. So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem. Lk 2:3‭-‬4

Früher dachte ich die Geburtsgeschichte nach Lukas hat nur theologischen Aussagewert. Dem ist nicht so. Lukas war zwar kein direkter Augenzeuge, aber bei seinen Reisen mit Paulus war er auch in Israel selbst und hat die Apostel, Maria und andere Augenzeugen kennen gelernt. Für mich dabei immer wieder beeindruckend, wie eine hochschwangere Maria die 150 km von Nazareth nach Bethlehem zurück legte, sicher ein schwieriger Weg.

Bethlehem heißt übersetzt das Haus des Brotes. Und hier wurde das Brot des Lebens geboren. Immer wieder beinhaltet auch dein Lebensweg schwierige Etappen. Besinne dich dann darauf, das dein sicheres Ziel Bethlehem sein wird, du Christus, das Lebensbrot, von Angesicht zu Angesicht sehen wirst. Gelobt sei Jesus Christus!

Dienstag, 11. Dezember 2018

11. Wo suchst du Frieden?

In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des Römischen Reiches in Steuerlisten einzutragen. Lk 2:1

Lukas baut den Bezug zur Weltpolitik ein. Er nennt den  römischen Kaiser Augustus. Neben dem historischen Aspekt verbirgt sich hier ein ernstes Anliegen. Kaiser Augustus war der Friedenskaiser. Lukas stellt diesem Friedenskaiser den Friedenskönig Jesus gegenüber. Zwei Personen, zwei Wege, zwei Ziele.

Im Hintergrund schwingt die Frage mit: suchst du Glück, Erfüllung und inneren Frieden in weltlichen Dingen, die alle mitsamt vergehen werden oder suchst du dergleichen bei Christus, der uns einen Frieden schenkt, wie ihn die Welt nicht geben kann. Du und ich, trotz unseres Christseins stehen wir immer in der Gefahr, zu sehr der Welt anzuhaften. Bedenke stets: Du bist zwar auf dieser Welt, aber du bist nicht von dieser Welt!

Montag, 10. Dezember 2018

10. Das grosse Licht

Dieses Licht wird allen Menschen leuchten. Lk 1:79

Licht lässt uns leben, zeigt uns den Weg, schenkt Wärme, alles Ausdrucksformen der Liebe. Wo Liebe ist, geht Licht auf in der Welt. Im Stall von Bethlehem ist das grosse Liebes-Licht erschienen. Im Jesuskind erscheint uns die Liebe, die sich selbst verschenkt. Und dieses Licht Christus wandelt weiterhin unter uns. Das ist der größte Ernst und die größte Seligkeit der Adventsbotschaft.

Der größte Ernst, weil uns das Licht Christi zur Nachfolge ruft, nicht sentimental, sondern radikal, weil es unser Leben von der Wurzel her eine komplett neue Ausrichtung gibt. Die größte Seligkeit, weil wir nur in ihm das wahre Leben finden werden, das er selbst ist.

Sonntag, 9. Dezember 2018

9. Gott ist immer für dich da


Er hat uns einen starken Retter geschickt. Lk 1:69

Weihnachten ist das Geheimnis der göttlichen Liebe. Die Geburt Jesu zeigt uns die unendliche Güte Gottes. Großes hat der Herr an uns getan. Darum sind wir voll Freude. Er hat es auf sich genommen, unter uns zu wohnen und unsere täglichen Schwierigkeiten zu teilen. Er hat nicht gezögert, mit uns die Last des Daseins mit seinen Mühen und Sorgen zu tragen. Er wurde für uns geboren, um bei uns zu bleiben und jedem, der ihm die Türe des eigenen Herzens öffnet, das Geschenk seiner Freude, seines Friedens, seiner Liebe anzubieten.

Verinnerliche in dieser Adventzeit, dass Gott dich nie verlässt, dir immer entgegenkommt und dich beschützt.

Samstag, 8. Dezember 2018

8. Preise, lobe und danke Gott


Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Lk 1,46

Gott zu loben und zu preisen ist einer der wesentlichen Aspekte unseres christlichen Lebenswandels. Er hat so vieles für uns getan und wirkt jeden Tag in unserem Leben, so daß wir ihm allezeit danken. "Der Mund, der unaufhörlich Dank sagt, empfängt den Segen Gottes. In dem Herzen, das stets Dankbarkeit erweist, verbleibt die Gnade." (Isaak der Syrer)

Wenn du heute ins Gebet gehst, nimm dir Zeit Gott intensiv zu loben und zähle mindestens fünf Dinge auf für die du ihm vom Herzen dankbar bist.

Freitag, 7. Dezember 2018

7. Erkenne die Tiefe menschlicher Begegnung

Womit habe ich verdient, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Lk 1:43

Maria besucht Elisabeth. Hier geht es um Begegnung. Mehr noch, diese Begegnung der zwei Frauen ist das Urbild jeder tiefen menschlichen Begegnung schlechthin, denn jeder trägt Christus in sich. Von Elisabeth können wir in dieser Begegnung lernen, im anderen das Geheimnis Christi zu entdecken. Von Maria können wir in dieser Situation lernen, dass der in mir wohnende Gott mich in Bewegung bringt.

Du kannst dich in beiden sehen, als jener, der in seinem Nächsten Christus erkennt und als jener, der Christus selbst zum Nächsten bringt.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

6.Das Zeichen des Senfkorns

Für Gott ist nichts unmöglich. Lk 1:37

Hier Zacharias, dort Maria.
Hier ein Priester, dort eine unbekannte Frau.
Hier die Erscheinung im Tempel, dort im Dorf.
Hier in der Liturgie, dort zur unbekannten Stunde.
Hier der Zweifel, dort das Ja Mariens.

Die Botschaft: Zeichen des neuen Bundes in Jesus Christus ist Demut, Verborgenheit, das Zeichen des Senfkorns. Gott handelt häufig anders wie wir es wünschen und erwarten. Glauben wir in allem an Gottes Allmacht und Barmherzigkeit.